Einrichtungskonzeption
Pflege wird in unserem Altenpflegeheim verstanden als Unterstützung bei der Bewältigung von Einschränkungen und Hilfe bei der Bewahrung oder Wiedererlangung von Fähigkeiten.
Hauswirtschaftliche Betreuung - Ausgehend von dem Grundsatz, dass das Altenpflegeheim „Johann Hinrich Wichern“ sich als Zuhause der hier lebenden alten Menschen versteht, gewinnt neben der angemessenen Gestaltung der Wohnsituation, die Gestaltung des „Haushaltes“ mit seinen komplexen Abläufen umfassend an Bedeutung.
Ergotherapie - Bei Ergotherapie handelt es sich um eine ganzheitliche Betreuungsmethode an Körper, Geist und Seele.
Pflege u. Betreuung demenziell erkrankter Bewohner - Die Aufgabe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses ist es, diese möglichen Beeinträchtigungen zu erkennen, Hilfestellung zu geben oder zu kompensieren.
Pflegerisches Konzept
Pflege wird in unserem Altenpflegeheim verstanden als Unterstützung bei der Bewältigung von Einschränkungen und Hilfe bei der Bewahrung oder Wiedererlangung von Fähigkeiten. „Geplante Pflege“ erfolgt unter aktiver Einbeziehung der zu Pflegenden, deren Angehörigen und Freunden, sowie in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit allen an der Pflege beteiligten Diensten. Pflegebedürftigkeit muss kein unveränderbarer Zustand sein. Vielmehr ist Pflegebedürftigkeit ein Prozess, der durch präventive, therapeutische, sowie rehabilitative Maßnahmen und durch aktivierende Pflege beeinflussbar ist. Aktivierende Pflege bedeutet neben der Förderung von Selbstständigkeit, Aktivierung der vorhandenen Ressourcen und Vermittlung des Gefühls der Begleitung. Sie beinhaltet die Anleitung, Beratung, Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung der Verrichtungen des Alltags im Rahmen der individuellen Möglichkeiten. Die Bewohner erhalten Unterstützung bei einer verantwortlichen Lebensgestaltung. Hilfe zur Selbsthilfe gibt Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl und Selbstachtung zurück - es werden soziale, psychische und körperliche Defizite vermindert oder vermieden. Das Erreichen einer weitgehenden Unabhängigkeit von den Pflegenden ist ein wesentliches Ziel, um ein möglichst selbstbestimmtes Leben auch im Altenpflegeheim zu erhalten.
Hauswirtschaftliche Betreuung
Ausgehend von dem Grundsatz, dass das Altenpflegeheim „Johann Hinrich Wichern“ sich als Zuhause der hier lebenden alten Menschen versteht, gewinnt neben der angemessenen Gestaltung der Wohnsituation, die Gestaltung des „Haushaltes“ mit seinen komplexen Abläufen umfassend an Bedeutung.
Für das Wohlbefinden der Bewohner und ihre Zufriedenheit mit dem Umfeld spielen die Prozesse in der Hauswirtschaft im Rahmen der ganzheitlichen Pflege eine wesentliche Rolle. In der Einrichtung werden die Speisenversorgung, die Wäscheversorgung sowie Reinigungsleistungen hygienisch einwandfrei, qualitätsgerecht und unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Vorschriften erbracht. Um diesen hohen Qualitätsansprüchen und der besonderen Bedeutung der Hauswirtschaft im Altenpflegebereich gerecht zu werden, wurde der Reinigungsdienst nicht an eine Fremdfirma vergeben. In der Küche des Hauses werden diese Qualitätsansprüche auch bei Fremdvergabe der Leistungen durch entsprechende Regelungen sichergestellt.
Die Bewohner erhalten die Möglichkeit, sich über die für sie wichtigen Punkte im Bereich Hausreinigung zu informieren. Dafür stehen der Hauswirtschaftsdienst und die Heimleitung als Ansprechpartner zur Verfügung.
Ergotherapie
Für ältere Menschen ist es besonders schwierig, zurückgegangene körperliche und geistige Fähigkeiten zu akzeptieren und damit umzugehen. Der alte Mensch fühlt sich häufig unzulänglich. Für ihn scheinen viele Fähigkeiten überhaupt nicht mehr da zu sein. Vorhandene und verborgene Fähigkeiten zu entdecken und für den Betroffenen nutzbar zu machen oder gegebenenfalls Strategien zu entwickeln, um mit krankheitsbedingten Einschränkungen umgehen und aktiv am Leben teilhaben zu können, dazu soll die Ergotherapie die Heimbewohner im Altenpflegeheim „Johann Hinrich Wichern“ motivieren, anleiten und unterstützen. Eigenständig Aufgaben erledigen zu können, seien es alltägliche Abläufe wie z.B. das Waschen oder das Herstellen kleiner „Basteleien“, sind Erfolgserlebnisse und vermitteln gerade dem alten Menschen das Gefühl des „Wertvollseins“.
Pflege u. Betreuung demenziell erkrankter Bewohner
Der Umzug in ein Heim erfolgt bei demenziell erkrankten Bewohnern meist nach Auftreten von persönlichen oder familiären Veränderungen oder Krisen. Das gewohnte Leben kann nicht länger fortgesetzt werden. Diese Aspekte wirken sich in unterschiedlicher Intensität auf das Selbstwertgefühl der Betroffenen aus. Die Ansatzpunkte der inhaltlichen Arbeit sind vielschichtig und abhängig von umfangreichen Kenntnissen über die soziale Situation der jeweiligen Bewohner.
Die Aufgabe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses ist es, diese möglichen Beeinträchtigungen zu erkennen, Hilfestellung zu geben oder zu kompensieren. Dazu bedarf es auch einer Anpassung des Pflegeprozesses. Um auch die körperliche Pflege für Demenzerkrankte und Pflegende gleichermaßen stressarm zu gestalten, ist es wichtig, mit festen Bezugspersonen zu arbeiten. Verhaltensauffälligkeiten sind nicht selten die Folge von körperlichen Störungen, die der Betroffenen nicht mehr benennen kann. Nicht die krankheitsbedingten Defizite bestimmen den Blickwinkel des Pflegenden. Auch im Spätstadium einer Demenzerkrankung sind z.B. Gefühle und Empfindungen ansprechbar und weckbar. Das heißt, dass Pflege individuell zum Beispiel auch um basal stimulierende Angebote erweitert wird.
